Szeged kisugárzó szerepe és a "szegediség"

Der Autor der vorliegenden Studie versucht die charakteristischen Eigenschaften der Volkskultur des Großraums Szeged unter die Lupe zu nehmen. Szeged ist eine der bedeutendsten Siedlungen der Großen Ungarischen Tiefebene, die im 13. Jh. das Stadtrecht erhalten haben. Seit der Mitte des 18. Jh. ström...

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Bibliographic Details
Main Author: Juhász Antal
Format: Article
Published: 1996
Series:Acta Universitatis Szegediensis : sectio ethnographica et linguistica = néprajz és nyelvtudomány = étnografiâ i azykoznanie = Volkskunde und Sprachwissenschaft 37
Kulcsszavak:Szeged története, Szeged - honismeret
Subjects:
Online Access:http://acta.bibl.u-szeged.hu/3800
Description
Summary:Der Autor der vorliegenden Studie versucht die charakteristischen Eigenschaften der Volkskultur des Großraums Szeged unter die Lupe zu nehmen. Szeged ist eine der bedeutendsten Siedlungen der Großen Ungarischen Tiefebene, die im 13. Jh. das Stadtrecht erhalten haben. Seit der Mitte des 18. Jh. strömten aus der Stadt mehrere Wellen von Siedlern in die nahen und die entfernteren Gegenden der Tiefebene: in die Banat (in das Gebiet zwischen der Theiß und dem Ruß Maros), in die Komitate Békés und Csanád sowie in das Gebiet zwischen der Donau und der Theiß. Dieser Migration zufolge übte die Stadt Szeged und ihre Bevölkerung eine starke Ausstrahlung auf die benachbarten Gebiete aus. Den Ausgangspunkt für den Autor bilden die Arbeiten und Forschungsergebnisse von Sándor Bálint (1904-1980), Professor für Ethnographie an der Universität Szeged. Er stellte vier Besonderheiten des Lebens des Volkes im Großraum Szeged fest: 1. den sog. „Ö"-Dialekt, 2. eine Tradition mit katholischer Färbung und vielen archaischen Elementen, 3. die Tüchtigkeit der Szegediner und ihre Liebe für die Arbeit, 4. das Gefühl der Zugehörigkeit zur „Mutterstadt" Szeged, das bis in die jüngste Vergangenheit sehr stark war. Die vorliegende Studie behandelt die Ortsgeschichte der Gehöfte in der SzegedGegend, liefert eine Untersuchung der bäuerlichen Wirtschaft und unterstreicht dabei die Unternehmungslust der Szegediner Bauer, ihre Empfänglichkeit für Innovationen (s. den Anbau von Paprika, die Bindung des Treibsandes, die Ansiedlung von Intensivkulturen), die gleichzeitig eine Offenheit für die neuen Erscheinungen der Kultur mit sich zog. Eine weitere Besonderheit ist das bäuerlich-bürgerliche Merkmal der Kultur von Szeged. In der zweiten Hältfe des 19. Jh. zeichnet sich in mehreren Marktflecken der Großen Ebene eine bürgerliche Wende ab: In dieser Hinsicht waren Szeged und Debrecen, die andere Großstadt der Tiefebene, besonders fortschrittlich. Dieses bäuerlich-bürgerliche Merkmal kam vor allem in der Art der Kleidung und der Einrichtung des Hauses zum Ausdruck.
Physical Description:301-308
ISSN:0586-3716